Technische Zeichnungen entwirren, Präzisionsarbeit abliefern und eine bewundernswerte Leidenschaft für knifflige Arbeiten bis zum letzten Quadratzentimeter: Mariska Marijnissen (40) findet seit Jahren Befriedigung in ihrer Arbeit als Hochfrequenzschweißerin bei Euro-Manschetten und Kompensatoren, wo sie Kunststoffe auf traditionelle Weise miteinander verschmilzt, um ein einzigartiges Endprodukt zu schaffen: „Wir machen tatsächlich ééein großes Puzzle. Wenn alle Teile passen und das Produkt wie gewünscht funktioniert, bin ich stolz, wieder etwas Besonderes geschaffen zu haben.“
Autorin Zamire Willems/ CM Communication
Die loyale und stets fröhliche Marijnissen trat mit 18 Jahren etwas unsicher und unerfahren in das Unternehmen Kaatsheuvel ein und entwickelte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer selbstbewussten, kreativen Frau, die weiß, wie man Dinge anpackt. So krempelte sie beispielsweise bei Euro Manchetten & Compensatoren die Ärmel hoch als Versandmitarbeiterin, Maschinenbedienerin und machte es sich zum Sport, Muster mit möglichst wenig Restmüll auf Leinwände zu zeichnen: eine nachhaltige Denkweise, noch bevor sie zum weltweiten Standard wurde.
Fummelarbeit
Damit ihr Arbeitsalltag nicht langweilig wird, sucht die wissbegierige Marijnissen ständig neue Herausforderungen. „Ich mag Tüfteleien und die Arbeit an schwierigen Produkten, von denen die meisten sagen: Das kann ich nicht! Das macht mir richtig Spaß, denn meistens gelingt es mir dann doch“, strahlt die Hochfrequenzschweißerin. Daher lässt sie ihre Kollegen im Zeichenraum auch ohne zu zögern wissen, wenn es eine gezeichnete Vorlage anders, einfacher oder besser geht. Schließlich ist sie es, die mit einem 400 Grad heißen Schweißbolzen zwei Kunststoffe zusammenschweißen muss. „Ich habe schon einige merkwürdige Dinge hergestellt, zum Beispiel Blasebälge für Milchpulver. Das war wegen des vielen Handarbeitsaufwands mit den vielen Zwischenringen sehr schwer herzustellen“, sagt Marijnissen stolz und dankbar, dass sie es auch geschafft hat, diese Puzzleteile passend und funktionsfähig zu machen.
Familiengefühl
In den letzten 22 Jahren hat sie das Unternehmen rasant wachsen sehen. Es hat sich eine Art familiäres Gefühl entwickelt, da viele Mitarbeiter, wie Marijnissen, dem Unternehmen jahrelang treu geblieben sind. Über die Stärke von Euro Manchetten & Compensatoren muss sie nicht lange nachdenken: „Ich mag Stabilität, ich wechsle nicht so schnell. Aber es fühlt sich hier auch gut an, die richtigen Leute sind am richtigen Platz. Das Unternehmen wächst nicht umsonst aus seinen Grenzen. Früher gab es Unmengen an Platz, jetzt ist alles voll.“
Einsicht, Engagement und viel Geduld
Es dürfte kaum überraschen, dass Euro Manchetten & Compensatoren neue, neugierige und flexible Mitarbeiter sucht. Was sind die Voraussetzungen? Marijnissen: „Technisches Verständnis, Engagement und viel Geduld! Man muss Zeichnungen gut lesen können, sich mit verschiedenen Materialien und Normen auskennen und unbedingt etwas lernen wollen. Wer selbstständig einen IKEA-Schrank zusammenbauen kann, kann hier arbeiten. Frauen auch.“
Hat der fröhliche Brabander Tipps für zukünftige Kollegen? „Im Zweifelsfall immer nachfragen, sonst wirft man gutes Material weg und das ist schade! Es macht Spaß, ist handwerkliche und einzigartige Arbeit und man lernt viele tolle Kollegen kennen.“
