Als Marja Dekkers (57) vor fast 25 Jahren Euro-Manschetten und Kompensatoren Als sie hereinkam, hätte sie nie geglaubt, dass sie eine leidenschaftliche Liebe zum Schablonenschneiden entwickeln würde. Zielstrebig wie sie ist, meisterte die Produktionsmitarbeiterin die millimetergenaue Arbeit in der Schneideabteilung auf traditionelle Weise und lernte alles über die verwendeten Materialien. „Wenn man das falsche Material wählt und mit dem Schneiden beginnt, können die Kosten sehr hoch sein“, sagt Dekkers.

 

Autorin Zamire Willems / CM Communication

 

Sie sagt, sie habe mehr als zwei Jahre gebraucht, um den Dreh rauszukriegen, aber jetzt könne sie die Vor- und Nachteile aller von Euro Manchetten & Compensatoren verwendeten Materialien einwandfrei benennen. So eignet sich beispielsweise das flammhemmende Gewebe Trevira für die Herstellung von Luftverteilungsschläuchen, Polyurethan eignet sich hervorragend als flexible Verbindung in der Lebensmittelindustrie und die Lebensmittelindustrie profitiert am meisten von Produkten aus dem schimmel-, bakterien- und feuerfesten Bisonyl. Dies ist ein gewebter Stoff mit PVC-Beschichtung, der sich perfekt für die Herstellung von Manschetten eignet.

 

Mechanisierung

„Als ich hier anfing, war alles noch reine Handarbeit. Wir zeichneten die Manschetten selbst, schnitten Vorlagen von Hand aus und legten sie auf ein Tuch. Wir fertigten etwa vier Manschetten pro Tag. Jetzt wird fast alles maschinell gemacht und wir produzieren mehr als 150 Manschetten pro Tag“, sagt Dekkers. Dank der handwerklichen Ausbildung hat die engagierte Produktionsmitarbeiterin mehr Anerkennung und ein Gespür für Materialien gewonnen, ist aber dankbar für die Mechanisierung im Unternehmen: „Eine Maschine ist präziser und verbessert die Produktqualität. Ich arbeite lieber mit der Lasermaschine, man bekommt sofort ein sehr schönes Produkt. Der Laser ist schnell, brennt gut ab und es franst nichts aus.“ Aus Stoffresten formt die Kreative dann sogenannte Handzuschnitte – meist Produkte, die zu klein sind, um maschinell verarbeitet zu werden.

 

Raum für Input

Der fröhliche Dekkers besucht mit Leidenschaft alle Maschinen und erklärt ausführlich die Vorteile unter anderem der Topspin (schneidet schöne, gerade Linien) und die Vektor (schneidet schwere Materialien). Die individuelle Gestaltung, für die Euro Manchetten & Compensatoren bekannt ist, sorgt dafür, dass ihre Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin alles andere als reine Produktionsarbeit ist. Sie schätzt es auch, dass ihre Ideen ernst genommen werden und Raum für Anregungen bleibt: „Sie geben mir das Gefühl, eine technische Mitarbeiterin zu sein, keine Produktionsarbeiterin. Die Arbeit macht mir richtig Spaß, sie ist zu meinem Baby geworden. Kein Tag ist wie der andere, das macht es so spannend!“

 

Zusammengehörigkeit

Obwohl sie in den letzten Jahren regelmäßig in anderen Abteilungen ausgeholfen hat, bleibt die Zuschnittabteilung „ihr Baby“, und die Teilzeitkraft Dekkers packt regelmäßig mit an, um ihre Kollegen zu entlasten. „Ich strebe nach Perfektion und mache am liebsten alles selbst fertig. Ich arbeite auch im Voraus, damit auch andere Abteilungen Zeit haben, die Dinge ordentlich fertigzustellen“, erklärt Dekkers. Sie geht sogar so weit, die zugeschnittenen Stoffe im Voraus zu falten, damit die Näherei sofort mit der Arbeit beginnen kann. „Wir haben einfach ein sehr nettes, freundliches Team mit einem tollen Zusammenhalt. Auch das gegenseitige Eingreifen gehört dazu.“

Warmes Bad

Es besteht kein Zweifel, dass das anhaltende Wachstum von Euro Manchetten & Compensatoren auch neue Stellen schafft. Laut Dekkers finden neue Mitarbeiter ein warmes Bad, das sich wie nach Hause kommen anfühlt. Hat sie einen guten Tipp für zukünftige Kollegen? „Man muss Dinge angehen können, ohne Abstriche zu machen. Das liegt mir nicht, deshalb erwarte ich dasselbe von anderen.“